„So viel Du brauchst“

Fasten für Umweltschutz und Klimagerechtigkeit

Foto: Martin Epha

Jürgen Michel, Silke Täger, Sabine Kreitschik, Cornelia Epha, Torsten Krause, Jens Haverland, Dieter Hansen„Honig statt Nutella“ oder „häufiger mal auf dem Wochenmarkt Regionale Produkte kaufen“, die Vorstellungen der Teilnehmenden des diesjährigen Klimafastens sind ganz unterschiedlich. Nur in einem sind sich die meisten einig: „ganz auf’s Auto verzichten wird schwer und um Plastik im Alltag kommen wir nicht drum rum.“
Rund 10 Personen waren bereits am Rosenmontag zu dem Informationsabend über die Initiative „Klimafasten“ in das Gemeindehaus der Emmaus-Kirchengemeinde in der Breslauer Straße gekommen. Die langjährige Kenia-Partnerschaftsgruppe hatte dazu den neuen Pastor der Ökumenischen Arbeitsstelle im Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf, Jens Haverland, eingeladen. Dieser informierte über die sieben Themenabende und das Anliegen der bundesweiten Fastenaktion, die konfessionsübergreifend von neun evangelischen Landeskirchen und einem katholischen Bistum organisiert wird.
„Kernstück ist eine handliche Fastenbroschüre, so dass jeder mitmachen kann“, erläutert Pastor Jens Haverland die Aktion. Diese kann allen Interessierten kostenlos zur Verfügung gestellt werden und ist im Internet runterzuladen (www.klimafasten.de). „Außerdem gibt es ein großes Plakat, an dem die persönlichen Erfahrungen aus den sieben Wochen eingetragen werden“, fügt der junge Theologe hinzu, „das motiviert vielleicht auch andere kleine Dinge im Alltag auszuprobieren. Neben den Umweltfragen geht es aber auch um die eigene Spiritualität.“ Fasten bedeutet nicht Verzicht, sondern innehalten und zur Ruhe kommen. „Durch ein bewussteres Leben nehmen wir unsere Umwelt anders wahr. Ein anderes Handeln ist dann ein weiterer Schritt“, sagt Jens Haverland mit Blick auf die sieben Wochen bis Ostern.
Erste konkrete Erfahrungen werden die Teilnehmenden schon bis zum nächsten Treffen sammeln „Ich versuch mal einen Tag auf mein Handy zu verzichten“, nimmt sich eine Teilnehmerin vor. „Das wird bestimmt komisch – ohne mein Handy fühle ich mich so nackt!“
Wie es den Teilnehmenden ergangen ist, kann demnächst im Gemeindehaus der Emmaus-Kirchengemeinde auf dem großen Plakat gelesen werden. Weitere Interessierte können auch an Einzelterminen teilnehmen, eine Übersicht finden Sie rechts unter Aktuelles.

 

Foto: Jürgen Michel, Silke Täger, Sabine Kreitschik, Cornelia Epha, Torsten Krause, Jens Haverland und Dieter Hansen (v. l. n. r.) präsentieren das Mitmach-Plakat zum Klimafasten. Noch sind die Felder leer.

Fotograf: Martin Epha

Ein frostig-schöner Tag

Mit dem Elektrorad nach Horst

Nicht nur die Krokusse haben bei dem schönen Wetter ihre Köpfe rausgestreckt. Zur Vorbereitung auf das Klimafasten hat sich die Referentin für Öffentlichkeitsarbeit mit dem Elektrorad übers Land gewagt. Ziel war die St. Jürgens Kirche zu Horst. Die im Spätbarock erbaute Kirche ziert ein eindrucksvolles Deckengemälde. Die Kirche wurde 1768 erbaut und feiert 2018 250jähriges Jubiläum. Hier ein paar Eindrücke von der sonnigen Fahrt.

St. Jürgen Kirche zu Horst Anfang Februar im winterlichen Sonnenschein.

Blauer Himmel und gefrorene Felder an der Landstraße nach Horst.

Radeln, rote Bäckchen und Sonne für die Seele: Es wird nicht die letzte Fahrt gewesen sein ...