Am Anfang des Juni kam endlich das Licht des Sommers, auf das so viele von uns nach dem nicht enden wollenden Winter und dem kalten Frühling so lange gewartet haben. Das Grau-in-Grau trüber Tage wich scharfen Kontrasten. Doch je heller das Licht, desto deutlicher und dunkler werden die Schatten. So ist es auch im Leben. Die einen genießen das schöne Wetter, die anderen haben durch das Hochwasser, das in diesen Tagen zahlreiche Menschen so sehr betroffen hat, vieles verloren.
Doch auch hier gab es etwas, was dem Licht nahekommt: die Solidarität und die Hilfsbereitschaft, die zahlreiche von den Rekordpegelständen Betroffene erfahren durften und dürfen. So gibt es neben dem Licht der Sonne auch das Licht der Zuwendung zum Nächsten. Es ist dies Licht, auf das Jesus so oft hingewiesen hat, das sein Leben und seine Botschaft so tief prägt. Es ist das Licht der Liebe. Die Welt wäre eine andere, wenn es dies Licht der Zuwendung zum Nächsten, dies Licht der Liebe, nicht gäbe, und sie wäre ganz gewiss eine bessere, wenn wir mehr davon hätten.

