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14.11.11 [17:35 Uhr] Alter: 2 Monat(e)
Die Zukunft im Blick

7. Tagung der Synode

War das letzte Treffen des Rantzau-Münsterdorfer Kirchenparlaments im Mai dieses Jahres von der Diskussion um die künftige Nordkirche geprägt, richtete die 7. Synodentagung am vergangenen Wochenende in Kellinghusen den Blick auf die Rahmenbedingungen des kirchlichen Lebens.

Auf der Tagesordnung der Synodalen standen eher nüchterne Themen wie Jahresrechnung und Wirtschaftsplan, Rücklagenbildung und IT-Konzept.  Grundlage für alle Diskussionen und Entscheidungen, so Synodenpräsident Günter Szameitpreiks in seiner Begrüßung der 70 anwesenden Delegierten, müsse in jedem Fall die Fortsetzung des bereits eingeschlagenen Konsolidierungskurses sein. Aufgrund der demografischen Entwicklung und der Unwägbarkeiten des Wirtschaftsmarktes sei in absehbarer Zeit mit geringeren Kirchensteuereinnahmen zu rechnen.

Nach dem Eröffnungsgottesdienst, den Pastor Thorsten Pachnicke von der Ökumenischen Arbeitsstelle des Kirchenkreises und der kenianische Pastor Mruttu Balozi aus Münsterdorf gemeinsam in der Kellinghusener St.Cyriacus-Kirche gestalteten, konnte der Vorsitzende des Kirchenkreisvorstands, Propst Dr. Thomas Bergemann, über die  Entwicklungen seit der letzten Synode überwiegend Positives berichten.

Einmütigkeit herrschte unter den Synodalen bei der Genehmigung der Jahresrechnung 2010. Ohne Gegenstimme wurden der für den Haushalt verantwortliche Kirchenkreisvorstand und das für die Rechnungsführung zuständige Kirchliche Verwaltungszentrum entlastet.

Das Haushaltsjahr 2010 war mit einem Plus von rund 1,7 Millionen Euro abgeschlossen worden. Bereits im Frühjahr hatte die Synode entschieden, den zu erwartenden Überschuss zu 75 Prozent in die Baurücklage einzubringen und 25 Prozent in den laufenden Haushalt zu übertragen, um eventuell einen Strukturfonds für besondere Gemeindeprojekte zu schaffen. Ein solcher Strukturfonds konnte nun keine Mehrheit finden. Stattdessen soll die Summe in die allgemeine Ausgleichsrücklage fließen, um gegebenenfalls auf eine Reserve zurückgreifen zu können.

Diese  sollte aber nicht kurzfristig in Anspruch genommen werden müssen, da der ebenfalls einmütig beschlossene Wirtschaftsplan 2012 eine Zuweisung an die Gemeinden in Höhe von 28,58 Euro pro Gemeindemitglied vorsieht und damit rund drei Euro über der des laufenden Jahres liegt.

Um das kirchliche Vermögen in seinem Bestand und Wert zu erhalten und um dem Prinzip der intergenerativen Gerechtigkeit zu entsprechen, nach dem jede Generation für den Ressourcenverbrauch aufkommen soll, den sie verursacht , hat die Synode die Bildung von sogenannten Substanzerhaltungsrücklagen beschlossen. Diesen Rücklagen werden künftig Haushaltsmittel in Höhe der jährlichen Abschreibungen zugeführt. Das heißt,  Ersatzbeschaffungen und Unterhaltungsmaßnahmen müssen nicht mehr kurzfristig aus laufenden Einnahmen finanziert werden, sondern können durch Entnahmen aus der im Laufe der Zeit aufgebauten Substanzerhaltungsrücklage gedeckt werden.

Du stellst meine Füße auf weiten Raum. In seinem Bericht hatte Propst Dr. Bergemann aus dem 31. Psalm zitiert. Einen solchen weiten Raum hat die 7. Synodentagung den Gemeinden des Kirchenkreises Rantzau-Münsterdorf mit ihren Beschlüssen sicherlich geschaffen.  

Kategorie: Aus dem Kirchenkreis
Von: mk